Schrittweise zum neuen Hochschulgebiet

Die Weiterentwicklung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum erfolgt u.a. durch hochwertige, sorgfältig koordinierte Bauvorhaben. Diese werden in internationalen Vergabeverfahren nach SIA konkretisiert. Das gewährleistet eine hohe architektonische und städtebauliche Qualität.

Die Realisierung der verschiedenen Bauvorhaben erfolgt in Etappen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen der Institutionen.

USZ Campus MITTE1|2

  • Zwei Neubauten mit Notfallstation, Intensiv- und Normalpflegestationen, OP-Sälen, Interventionszentrum für Schlaganfall- und Herzpatienten sowie Forschungsbereich
  • Status: in Bau (seit August 2022)
  • Fertigstellung: 2031

Die bauliche Gesamterneuerung des USZ ist für das Spital von grosser Bedeutung. Denn ein Grossteil der bestehenden Gebäude wird die Ansprüche der modernen Spitzenmedizin mittelfristig nicht mehr erfüllen können. Moderne Medizintechnik benötigt mehr Fläche, höhere Räume sowie eine grössere Traglast der Geschosse. Weil die Medizin von heute auch anders organisiert ist als noch vor einigen Jahrzehnten, braucht es zudem andere Raumstrukturen.

Das von den Architekten Christ & Gantenbein entworfene Ensemble bietet vielfältige Räume, in denen sich Menschen wohl fühlen können. In der ersten Etappe besteht der Neubau aus zwei Gebäuden, die später durch drei zusätzliche ergänzt werden. Die Neubauten stehen im Dialog mit den historischen Bauten von Haefeli Moser Steiger, bleiben in ihrem architektonischen Ausdruck aber eigenständig. Neue Freiräume ermöglichen einer breiten Öffentlichkeit die Durchquerung und die Nutzung des Areals und schaffen eine ganz neue Verbindung zu den Institutionen.

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FORUM UZH

  • Neubau mit Vorlesungsräumen, Forschungsbereichen, Bibliothek, Sportflächen, Gastronomie, Gewerbeflächen
  • Status: in Bau (seit August 2024)
  • Fertigstellung: 2031

Das Bildungs- und Forschungszentrum FORUM UZH ist als Drehkreuz für Forschung und Lehre konzipiert und soll auch der Bevölkerung lebenslanges Lernen ermöglichen. Ausgehend von den Bedürfnissen der Forschenden und Studierenden als den Hauptnutzenden wurden die Anforderungen an optimale Forschungs-, Lern- und Serviceumgebungen für den Neubau abgeleitet. Zudem bietet das Gebäude Mensen, Laden und Sporträumlichkeiten, die auch von der Öffentlichkeit genutzt werden können.

Der Neubau von Herzog & de Meuron orientiert sich an den stadt- und innenräumlichen Typologien der umgebenden Institutionsbauten. Der Sockel stuft sich terrassenartig in den Hang hinein. Er dient primär der Lehre. Darüber schwebt das Gebäude für die Forschung, geformt als Trapezkörper. Weil dieser Bau weit von der Strasse zurückversetzt ist, wird aus dem Sockel ein zentraler Platz im Hochschulgebiet.

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Strassenprojekt Rämi-/Gloriastrasse inkl. Parkschale

  • Strassenumbau und Neugestaltung Strassenraum mit Hitzeminderung/Begrünung und Velomassnahmen
  • Status: in Planung

Das Strassenprojekt betrifft die Rämistrasse im Abschnitt Zürichberg- bis Sonneggstrasse und die Gloriastrasse im Abschnitt Rämi- bis Sternwartstrasse. Es beinhaltet Massnahmen zugunsten des Fuss-, Velo- und des öffentlichen Verkehrs sowie die Sanierung von Kanalisations- und Werkleitungen.

Für Fussgängerinnen und Fussgänger sind grosszügige, hindernisfreie Trottoirs und Aufenthaltsflächen vorgesehen. Durchgehende Mittelinseln entlang der Tramgleise erleichtern das Queren. Die bestehenden Fussgängerstreifen entfallen zugunsten der Möglichkeit, die Strasse an jeder Stelle zu überqueren. Für Velofahrende sind durchgehende, separate Velostreifen und zusätzliche Zweiradparkplätze geplant. Im öffentlichen Verkehr entsteht an der Kreuzung Rämi-/Gloriastrasse die neue, zentrale und hindernisfreie Tramhaltestelle «Universität Zentrum». Die Haltestelle «Kantonsschule» wird aufgehoben. Auf der Rämistrasse bleibt das Tram auf eigenem Trassee, auf der Gloriastrasse können stadteinwärts Trams und Autos auf einer Spur zusammengefasst werden.

Der heutige Parkplatz des USZ wird als Aufenthaltsraum mit zahlreichen Bäumen, Wiesenflächen und Wegverbindungen zur sogenannten Parkschale umgestaltet.

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Reservoir Rämi

  • Café-Bar mit Mietflächen für Veranstaltungen
  • Status: in Planung

Der Gloriapark als offener Quartierpark und grünes Herz des Hochschulgebiets und die Parkschale haben für die Aufwertung des Stadtraums eine hohe Bedeutung. Innerhalb der Parkschale soll ein ganztägiger, lebendiger Treffpunkt mit einem Getränke- und kleinen Speiseangebot im Hochschulgebiet Zürich entstehen. Das Projekt «Reservoir» der SQUADRAT Architekten sieht vor, das auf dem Areal im Untergrund bestehende und in Vergessenheit geratene Trinkwasser-Reservoir der Stadt Zürich aus dem späten 19. Jahrhundert zu einem Gastronomiebetrieb mit Innen- und Aussensitzplätzen zu transformieren. Die alten Wasserhallen werden teilweise freigelegt. Im östlichen Teil werden die Gewölbedecken zurückgebaut, sodass öffentlich zugänglicher Senkgarten entsteht. Neben einem Bistro und Café ergänzen ein ZüriWC und ein Take-away das Angebot des «Reservoir Rämi» für die Bevölkerung. Auf dem Dach des Reservoirs ist ein Habitatgarten als ökologisch wertvolle Fläche für heimische Tier- und Pflanzenarten geplant.

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie die Kreislaufwirtschaft in der Praxis umgesetzt werden kann: Sowohl die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur als auch die Wiederverwendung vieler bestehender Bauteile tragen zu einer signifikanten Reduktion der Materialflüsse bei.

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