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Stv. Direktor, Leiter Planung und Beratung Grün Stadt Zürich

Was ist Ihre Rolle im Generationenprojekt HGZZ?

Ich vertrete Grün Stadt Zürich gemeinsam mit anderen städtischen Dienstabteilungen im Steuerungsausschuss HGZZ. Als stv. Direktor bin ich verantwortlich für den Bereich Planung und Beratung. Die umfassende bauliche Erneuerung des HGZZ-Areals bietet eine grosse Chance, die heutige Situation deutlich zu verbessern: Wir können die Stadtnatur stärken, das Stadtklima positiv beeinflussen, das Stadtbild aufwerten und neue Orte für Erholung, Begegnung und Naturerlebnisse schaffen.

Welche Bedeutung haben die Freiräume im zukünftigen Hochschulgebiet – sowohl für das Areal selbst als auch für das Quartier?

Die bestehenden und neuen Freiräume prägen die Identität des Hochschulgebiets und übernehmen eine wichtige Rolle im Quartier und in der Stadt. Dank der Vielfalt an Freiraumtypen wie Park, Gärten, Promenaden und Terrassen können unterschiedliche Bedürfnisse aufgenommen werden. Diese Freiräume bieten zu jeder Jahreszeit verschiedene Aufenthaltsqualitäten. Qualitativ gestaltete Strassenräume verbinden die Bereiche und lassen ein zusammenhängendes Freiraumsystem entstehen.

Was verändert sich im Aussenraum des HGZZ konkret?

Der Spital-/Campuspark wird als zentraler Freiraum zum Gloriapark weiterentwickelt. Er bleibt in seiner historischen Struktur erkennbar, wird aber als einheitlicher Park mit unterschiedlichen Bereichen gestaltet. So entsteht ein Ort, der Erholung, Bewegung und Begegnung ermöglicht und das Zusammenspiel von Gebäuden und Freiräumen stärkt.

Entlang der Hangkante wird die Gartensequenz mit punktuellen Eingriffen wie Treppen und Toren geöffnet. Dadurch entstehen neue Verbindungen in Längs- und Querrichtung, ohne den Charakter der einzelnen Gärten zu beeinträchtigen. Der Hirschengraben wird zugunsten des Langsamverkehrs aufgewertet. Sogenannte Aufenthaltsstrassen mit vielen Bäumen sowie ein hoher Anteil an grünen Flächen verbessern das Stadtklima und schaffen Strukturreichtum. Neue Wegverbindungen werden die Zugänglichkeit erhöhen.

Zudem werden grüne Lebensräume stärker vernetzt: Solitärbäume entlang der Gloriastrasse, intensiv begrünte Dächer und Terrassen zur Schönleinstrasse sowie extensive Begrünungen auf weiteren Dächern bilden ein feinmaschiges Netz für Flora und Fauna, von dem auch der Mensch profitiert. Begrünte Flächen und Dächer unterstützen die Entwässerung.

Weshalb spielt der Umgang mit der historischen Parkanlage eine wichtige Rolle und welche Aufgabe erfüllt die «Parkschale» künftig?

Die historische Parksubstanz wird sorgfältig gesichert und im Geist des Landschaftsgartens weiterentwickelt. Der heutige USZ-Parkplatz zwischen Gloriapark und Rämi-/Gloriastrasse entfällt mit der geplanten Tiefgarage im Neubau Campus MITTE1|2. Das Areal wird zur «Parkschale» mit fast doppelt so vielen Bäumen wie heute, Wiesen und neuen Wegverbindungen umgestaltet. Das seit rund 50 Jahren stillgelegte Trinkwasserreservoir wird teilweise geöffnet und als Gastronomie mit Innen- und Aussensitzplätzen genutzt. Auf dem Dach soll ein Habitatgarten für heimische Arten angelegt werden. Mit diesen Massnahmen leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer robusten, klimaresilienten und gut zugänglichen Freiraumstruktur im Herzen der Stadt Zürich.

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