Mit der Weiterentwicklung des Hochschulgebiets Zürich Zentrum steigt der Energiebedarf. Für die fünf Projektpartner im HGZZ – Kanton und Stadt Zürich sowie USZ, UZH und ETH Zürich – war von Beginn der Planung an klar, dass dieser Mehrbedarf umweltfreundlich und nachhaltig gedeckt werden soll. Als beste Option kristallisierte sich eine Seewasserleitung heraus. Im Rahmen eines Submissionsverfahrens hat Energie 360° den Zuschlag für den Bau einer Seewasserleitung im Energieverbund erhalten.
Ab 2037 bringt die Seewasserleitung erneuerbare Kälte und Wärme ins Hochschulgebiet. Der Baustart der Seewasserzentrale im Gebiet Tiefenbrunnen ist für den Sommer 2034 geplant. Von dort wird das Seewasser unterirdisch durch den geplanten zweiten Riesbachtunnel der SBB zum Bahnhof Zürich Stadelhofen und zum Hochschulgebiet geleitet und danach in die Limmat zurückgegeben.
Der Energieverbund ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit der HGZZ-Projektpartner und der SBB. Damit wird eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung im Hochschulgebiet gewährleistet. Die Seewasserleitung wird die heutige Energieversorgung, die vorwiegend durch Fernwärme erfolgt, ergänzen.

Für die Energieversorgung des HGZZ wird beim Tiefenbrunnen Seewasser entnommen. Foto: AWEL