Mit dem Projekt NORD3 plant das Universitätsspital Zürich ein neues Laborzentrum auf dem Schmelzbergareal. Ziel ist es, die heute auf viele Standorte verteilten Bereiche der Labordiagnostik und Pathologie künftig an einem Ort zu bündeln.
Der Handlungsbedarf ist gross: Aktuell sind die Einheiten über den Campus und darüber hinaus verstreut. Dies führt zu langen Wegen, komplexen Abläufen und einem hohen Koordinationsaufwand. Mit NORD3 sollen zentrale Prozesse künftig räumlich zusammengeführt und durch moderne Infrastruktur sowie digitale Unterstützung effizienter gestaltet werden.
Im Rahmen eines Studienauftrags haben fünf Planungsteams Vorschläge für den Neubau erarbeitet. Die Jury – bestehend aus Architektur-, Labor- und Städtebauexpertinnen und -experten sowie Vertretungen des USZ – hat sich für das Projekt des Teams E2A Architekten entschieden. Ausschlaggebend waren neben der architektonischen und städtebaulichen Qualität insbesondere die funktionalen Anforderungen des Laborbetriebs. Der Entwurf zeichnet sich durch klar strukturierte, kompakte Grundrisse aus, die eine flexible Nutzung der Laborflächen ermöglichen. Zudem wird mit diesem Projekt die Schmelzbergtreppe als öffentlicher Raum deutlich aufgewertet und als identitätsstiftendes Element in die innere Organisation des Gebäudes integriert.
Der Neubau ist für den Zeitraum von 2032 bis 2036 geplant. Er stellt einen wichtigen Schritt in der langfristigen baulichen Erneuerung des USZ dar und schafft die Grundlage für eine moderne, zukunftsfähige Labormedizin.

Im Neubau NORD3 sollen Labordiagnostik und Pathologie gebündelt werden. Visualisierung: E2A Architekten