Das historische Hauptgebäude (HG) der ETH Zürich prägt seit 1859 das Hochschulgebiet Zürich Zentrum und bildet bis heute das Herzstück der Hochschule. Lehre, Forschung, Verwaltung, Bibliothek und Gastronomie vereinen sich hier unter einem Dach – das HG ist damit weit mehr als ein Hochschulgebäude: Es ist eine Mikrografie der ETH-Welt. Damit das traditionsreiche Gebäude auch künftig als Leuchtturm für Wissenschaft und Innovation dienen kann, wird es schrittweise für die nächsten Jahrzehnte fit gemacht.
Nachdem in den vergangenen Jahren bereits der Vorplatz und die Tiefgarage saniert wurden, startet nun die nächste Etappe der Sanierung. Im Februar 2026 haben die Gerüstarbeiten für die Fenster- und Fassadensanierung an der Nordfassade entlang der Tannenstrasse begonnen. Bis Mitte Juni werden zudem die Westfassade bei der Polyterrasse sowie Teile der Südfassade eingerüstet. An der Karl-Schmid-Strasse werden dafür Baucontainer installiert.
Im Zentrum der aktuellen Arbeiten stehen die Sanierung und teilweise der Ersatz der Fenster sowie die Erneuerung von Fassadenbereichen und technischer Infrastruktur. Historisch wertvolle Fenster bleiben dabei erhalten und werden sorgfältig restauriert. Die Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege, um den architektonischen Charakter des denkmalgeschützten Gebäudes zu bewahren.

Das Hauptgebäude der ETH Zürich ist das Herzstück der Hochschule. Foto: ETH Zürich / Alessandro Della Bella
Die Fensterarbeiten am gesamten Hauptgebäude werden etappenweise umgesetzt. Sie finden jeweils zwischen April und Oktober statt und erstrecken sich über die kommenden vier Jahre. So können die Arbeiten möglichst effizient mit dem laufenden Hochschulbetrieb koordiniert werden.
Mit den neuen Fenstern und modernen Beschattungssystemen werden künftig das Raumklima und die Energieeffizienz deutlich verbessert. Gleichzeitig werden Haustechnik und IT-Infrastruktur modernisiert, damit das Hauptgebäude den Anforderungen eines zeitgemässen Hochschulbetriebs gerecht bleibt.
Die Umsetzung stellt hohe Anforderungen an Planung, Logistik und Mitarbeitende, denn die Bauarbeiten erfolgen im laufenden Betrieb. Trotz der komplexen Rahmenbedingungen bleibt das HG während der gesamten Bauzeit ein lebendiger Ort für Studium, Forschung und Begegnung.